Welches Gemüse verkleidet sich geschmacklich gern als Früchtchen?

Richtig, es ist der Rhabarber! Bei der Pflanzenart aus der Familie der Knöterichgewächse lohnt sich ein etymologischer Ausflug – quasi zum Kennenlernen. Bekannt sind uns flotte und weniger flotte Sprüche auf Kosten des Rhabarbers, wie zum Beispiel „Laber, Rhabarber“ oder Zungenbrecher a la Rhabarberbarbara (zu hören in Gänze hier: http://bit.ly/2lSGTMh )

Nun aber Spaß beiseite und zurück zur ursprünglichen Bedeutung des Begriffs Rhabarbers. Der wissenschaftliche Begriff „rheum rharbarbarum“ leitet sich aus dem mittellateinischen „rheu barbarum“ ab und heißt so viel wie fremdländische Wurzel. Fremdländisch deshalb, da der Rhabarber ursprünglich aus China stammt und erst ab 1848 gewerbsmäßig in unseren Breiten angebaut wurde. Wir sind im Hier und Heute jedenfalls recht froh, dass der Rhabarber damals die weite Reise antrat.

Stellt sich also „nur“ noch die Frage: rot oder grün?

Bei Rhabarber hat die Färbung Auswirkungen auf den Grad des säuerlichen Geschmacks. Rote Sorten gelten als süßlicher als die grünen Kollegen. Ob nun grün oder rot, Rhabarber ist gemeinhin vielseitig verwendbar als Kompott, Kuchen oder sogar Beilage zu Fleischgerichten.

Und noch etwas ist praktisch an den roten oder grünen Stängeln: Frischer Rhabarber, zu erkennen an festen und glänzenden Stangen, hält sich im Kühlschrank ein paar Tage, indem man mit einem feuchten Tuch umwickelt.

Was kann Rhabarber noch?

Neben Kalium und Eisen enthält das Gemüse u.a. Vitamin C sowie Magnesium. Dabei ist das Knöterichgewächs relativ kalorienarm. Rhabarber ist reich an Oxalsäure, die z.B. die Aufnahme von Calcium beinträchtigen und ein stumpfes Gefühl an den Zähnen hinterlassen kann. Es ist daher ratsam, Rhabarber geschält und gegart zu verwenden, da beides den Oxalsäuregehalt reduziert.

Wir freuen uns jedenfalls schon auf den obligatorischen Rhabarber-Baiserkuchen und gerade an wärmeren Tagen auf ein Glas Rharbarbersaft-Schorle. Wer Lust hat sich eine spritzige Rhabarerschorle mit Zitronenmelisse selbst zu machen, schaut beispielweise hier: http://bit.ly/2miAUwt

Lasst Euch den Frühling schmecken.

 

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