Topi-was? Feines Wintergemüse aus der Indianer-Knolle

Ballaststoffreich und kalorienarm ist sie, die Topinambur-Knolle – noch dazu vielfältig zu zubereiten. Wir berichten, was es mit der lange in Vergessenheit geratenen Pflanze noch so auf sich hat.

Topinambur

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Topinambur – ein neues Lebensmittel aus der Kategorie Super-Food? Ja und nein, denn die Pflanze und insbesondere ihre Knolle hat ernährungsphysiologisch einiges zu bieten. Eine Neuentdeckung allerdings ist sie nicht. Vor allem stammt sie nicht, wie derzeit schwer in Mode, aus dem fernen Asien sondern vom amerikanischen Kontinent und lässt sich auch in unseren Gefilden bestens anbauen https://www.aid.de/inhalt/topinambur-2961.html. Denn Topinambur ist in Sachen Boden und Klima relativ anspruchslos, dafür als Zutat äußerst vielseitig. Französische Seefahrer brachten die Knolle im 17. Jahrhundert nach Europa und gaben ihr den Namen eines indigenen Volkes in Nordamerika. Später wurde sie als Grundnahrungsmittel von der Kartoffel verdrängt.

Rein biologisch zählt Topinambur zu den Sonnenblumengewächsen und sieht auch so aus: Dottergelbe Blütenkörbchen trägt die Staudenpflanze. Das ist zwar hübsch, für Feinschmecker allerdings sind die Knollen viel interessanter. Die sind etwa kartoffelgroß, können je nach Sorte braun- oder violettschalig sein und erinnern optisch an eine Kreuzung aus Ingwer, Kartoffel und Rübe.

Nussig und leicht süßlich ist der Geschmack des feinen Gemüses, manch einen erinnert er an den von Artischockenherzen. Er (der Duden lässt auch sie zu) lässt sich bestens roh genießen, etwa ganz dünn geschnitten mit Essig und Öl, Frühlingszwiebeln und frischem Pfeffer. Auch geraspelt mit Fenchel und Apfel, dazu ein Spritzer Zitrone macht die edle Knolle einiges her. Man kann sie schälen, muss man aber nicht. Gekocht schmeckt Topinambur köstlich als cremige Suppe, im Gemüseauflauf, als Püree oder ganz einfach wie Kartoffeln gekocht als Beilage.

 

Doch wie schaut es nun aus mit den inneren Werten? Topinambur enthält den löslichen Ballaststoff Inulin. Der quillt in Magen und Darm auf, da er viel Wasser bindet, und macht so schnell satt. Zudem wird Inulin nicht im Dünndarm zerlegt und gelangt daher praktisch unverändert in den Dickdarm. So steht der Ballaststoff, der eigentlich aus Zuckermolekülen besteht, kaum als Energielieferant zur Verfügung. Da sich Inulin nur wenig auf den Blutzuckerspiegel auswirkt, eignet sich Topinambur zum Beispiel auch gut für Diabetiker.

Nach Angaben des Informationsdienstes aid  besteht Topinambur zu 80 Prozent aus Wasser und enthält nur 31 Kilokalorien pro 100 Gramm, wenig Fett und mit 12 Gramm eben einen hohen Ballaststoffgehalt. Weitere Inhaltsstoffe sind unter anderem B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Magnesium.

Geerntet wird das Wurzelgemüse von Herbst bis zum erneuten Austrieb im Frühjahr. Auf Wochenmärkten, in gut sortierten Supermärkten und in Bioläden sind die Knollen zu bekommen, für Hobbygärtner auch unkompliziert anzubauen. Die Schale sollte leicht glänzend und unversehrt sein. Zudem ist die Knolle leicht verderblich und sollte daher schnell verarbeitet werden. Umso besser, dann lässt sich das Wurzelgemüse mit dem exotischen Namen ganz schnell genießen.

(wrw)

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2 Kommentare zu “Topi-was? Feines Wintergemüse aus der Indianer-Knolle”

  • Mareike

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich wollte gerne zu Topinambur wissen ob es eher kontraproduktiv ist sie nach dem Sport zu essen?
    Da ja insulin danach sehr wichtig ist um Kohlenhydrate und Eiweiß schneller in den Muskel zu bekommen. Hindert dann Topinambur wegen dem inulin diese Erwünschte Reaktion und verhindert eher die schnelle Erholung?

    • Wibke Rolf-Wahlers - Team Orthomol Sport Post author

      Vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir haben Ihr Anliegen weitergeleitet und melden uns zeitnah bei Ihnen. Viele Grüße das Orthomol Sport-Team.

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