Schlau und schön und leistungsstark mit Schokolade?

Um Schokolade ranken sich ebenso viele Mythen, Weisheiten und Geschichten wie um Rotwein. Schlau soll sie machen, Anti-Aging-Fähigkeiten besitzen und noch dazu die Leistungsfähigkeit fördern. Dass sie glücklich macht, wissen viele „Zuckerschnuten“ sowieso. Dass sie dick machen kann, leider auch. Was ist nun dran an all den verführerischen Wirkungen, die ihr zugeschrieben werden?

Zart schmelzend zergeht sie auf der Zunge, wohlig warm füllt sie erst den Mund, fließt dann langsam in den Magen, wo sie dieses angenehme Gefühl verbreitet. Kein Zweifel, Schokolade hat – egal ob als Stückchen oder als warmes Getränk – verführerische Qualitäten. Zwölf Kilogramm essen die Deutschen durchschnittlich im Jahr davon . Dabei ist die Vollmilchschokolade die beliebteste, wie ein Umfrage ergab. Gefolgt von weißer Schokolade sowie Nuss- und Nougatschokolade.

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Hoher Kakaoanteil muss schon sein

Etwas abgeschlagen rangiert die Bitterschokolade auf Rang fünf – Männer mögen sie lieber als Frauen, sagen die Zahlen von Statista. Das kann daran liegen, dass sie weniger süß und schmelzend schmeckt. Grund dafür ist der geringere Milchanteil, dafür der höhere Kakaopart von mindestens 50 Prozent. Der macht es denn auch aus, dass ihr so viele gute Eigenschaften zugeschrieben werden, sogar positiv auf das Herz-Kreislaufsystem soll sich der mäßige Konsum auswirken, unter anderem dank antioxidativer Eigenschaften.

Hochwertige Bitterschokolade enthält nämlich Flavonoide. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, wie sie auch im Rotwein vorkommen. Diese sekundären Pflanzenstoffe werden mit einer Verbesserung der kardiovaskulären Funktion in Verbindung gebracht, wie etwa eine Studie der Universitätskliniken Düsseldorf und Maastricht sowie der Deutschen Sporthochschule Köln vor einiger Zeit ergeben hat Bei den zwölf untersuchten Leistungssportlern, die sieben Tage lang zweimal täglich über ein Kakao-Getränk je 20 Milligramm Flavanole, eine Untergruppe der Flavonoide, zu sich nahmen, verbesserte sich die Gefäßfunktion. Und auch die physische Leistungsfähigkeit nahm zu.

Schoko für gutes Abstraktionsvermögen

Das Ergebnis einer anderen Studie aus den USA http://www.medicaldaily.com/benefits-chocolate-brain-function-374341 ließ Anfang des Jahres aufhorchen: Wer regelmäßig Schokolade isst, ist schlauer. Denn die Schoko-Nascher schnitten in allen kognitiven Tests besser ab als die Vergleichsgruppe. So verbesserten sich beispielsweise Abstraktionsvermögen und Gedächtnis. Das könnte ebenfalls mit der durch die Flavanole verursachten Gefäßerweiterung liegen. Allerdings gibt die Studie keinerlei Auskunft darüber, welche Sorte Schokolade die Versuchspersonen aßen, auch über die Menge gab es keine Informationen. Selbst die Forscher räumten ein, dass ein „kausaler Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Schokolade und kognitiver Leistung“ nicht gezogen werden könne.

Sei’s drum. Schokolade macht doch in Maßen auf jeden Fall glücklich, dunkle Schokolade vielleicht sogar ein bisschen fitter. Fest steht aber leider auch, dass Schokolade vor allem aus Fett und Zucker besteht. 100 Gramm enthalten in der Regel mindestens 500 Kilokalorien. Doch für alle, die alles geben, darf es auch mal ein Riegel sein. Und vielleicht ist ja doch was dran an all den Mythen.

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