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Thomas Gerstner im Orthomol Sport-Interview

06.11.2020

Hier steht er Rede und Antwort.

Lieber Thomas, in der vergangenen Saison sicherten sich die Zebras erst am letzten Tag der Saison den Verbleib in der Frauen-Bundesliga. Was möchtet Ihr dieses Jahr ändern, um es „nicht so spannend“ für alle MSV-Fans zu machen?

„Unser Ziel ist und kann es nur sein, die Klasse zu halten. Natürlich möchten wir zeitig Punkte sammeln, um vielleicht schon vor dem letzten Saisonspiel unser Ziel erreichen zu können. Wir wissen und wussten jedoch schon vor dem Ligastart, dass es sehr eng werden würde. Uns standen erneut auch in diesem Sommer nicht die benötigten finanziellen und somit auch nicht die strukturellen Mittel zur Verfügung. Entsprechend schwierig gestaltete sich dann auch die Kaderplanung. Im Gegensatz zu anderen Clubs konnten wir vor Trainingsauftakt sportlich nicht so auf dem Transfermarkt agieren, wie es andere Clubs getan haben. Es wird wohl, trotz drei Nachverpflichtungen, die wir dank unseres Ausrüsters und strategischen Partners Capelli noch tätigen konnten, „auf ein Fotofinish“ hinauslaufen.

 

Wie gehst Du mit der Erwartungshaltung aus der Region um, dass es dieses Jahr ein höherer Tabellenplatz werden soll?

„Jeder Trainer, jede Spielerin und jeder Fan hat eigene Erwartungshaltungen. Diese sollten und müssen aber auch immer realistisch sein. Es wäre in unserer Situation vermessen von mehr zu träumen, als dem Klassenerhalt. Das haben auch die letzten drei Spielzeiten gezeigt.“

 

Worauf achtest Du grundsätzlich bei der Kaderplanung für eine neue Saison?

„Wir haben keine Scouting-Abteilung, müssen also in unserem kleinen Trainerteam auch diverse Mannschaften und Spielerinnen beobachten. Wir versuchen den Kader so zu besetzen, zu ergänzen und zu verstärken, dass wir sowohl qualitativ als auch auf den einzelnen Positionen nahezu gleich gut doppelt besetzt sind.“

 

Welche Schwerpunkte setzt Du in dieser Saison?

„Das sind immer die gleichen: Es ist mir wichtig, physische und psychische Grundlagen zu schaffen, um die Chance zu haben, unsere Ziele zu erreichen.“

 

Du warst – bevor Du 2018 zum MSV gekommen bist – Nationaltrainer der nordkoreanischen U19-Frauen-Nationalmannschaft, mit der Du Dich für die U-20 WM qualifiziert hast. Was waren die Gründe, das Angebot des MSV anzunehmen?

„Das ist richtig. Und davor war ich Trainer im Männerbereich bis einschließlich Herren 2. Bundesliga. Über acht Monate in Korea zu arbeiten und zu leben waren eine tolle Erfahrung. Letztlich war es dann aber auch lange genug für mich und an der Zeit, das Abenteuer Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK) zu beenden.“

 

Wo siehst Du die Herausforderungen in der Trainingsarbeit mit einem Frauen-Team?

„Ob Frau oder Mann, das macht in Sachen Training keinen Unterschied. Es macht aber innerhalb einer Liga einen großen Unterschied: Es bedeutet, Spielerinnen als „Voll-Profis“ zu trainieren oder eben, wie bei uns beim MSV, einen Mix von Voll- Profis, Halb-Profis und Amateurinnen in einer Mannschaft zu haben. Hier muss man versuchen, allen gerecht zu werden und alle auf ihr bestmögliches Niveau zu bringen.“

 

Wir bedanken uns für das Interview und drücken den Zebras die Daumen!

 

 

 

Tags: MSV Duisburg Frauenfußball Ernährungspartner Leistungssport Interview

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