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Superfood „Chia“ – Was steckt drin in den kleinen Samen?

29.05.16 08:00

Chia – bitte was? Bis vor kurzem kannte kein Mensch die kleinen Samen aus Mexiko. Inzwischen sind sie in aller Munde, im wahrsten Sinne des Wortes – und zwar in Brot verbacken, im Müsli untergemischt, über Salat gestreut, im Joghurt untergerührt. Vor allem gelten sie als eines der neuen Wundermittel. Energiespendend und gewichtsreduzierend zugleich sollen sie sein. Wissenschaftlich ist das zwar noch nicht belegt, aber einige Fakten gibt es dennoch.

Wundermittel der Mayas

Salvia hispanica lautet der botanische Name des Lippenblütler, der zwar aus Mexiko stammt, im 18. Jahrhundert aber irrtümlich in Spanien für eine heimische Pflanze gehalten wurde. Den Mayas soll der grau-schwarze Samen schon als Grundnahrungs- und Heilmittel gedient haben. Geht es nach der mexikanischen Volksmedizin reicht ein Teelöffel, um einen Menschen 24 Stunden mit Nährstoffen zu versorgen.

Fette wie in Lachs und Makrele

Tatsächlich steckt eine Menge drin in den kleinen Körnern, die zu mehr als einem Drittel aus Fett bestehen und damit zu den Ölsaaten zählen. Einen Großteil des Fettes machen Alpha-Linolsäure (Omega-3) und Linolsäure (Omega-6) aus. Im Körper des Menschen wandelt sich die Alpha-Linolsäure in die noch wertvolleren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) um. Diese kann man sonst nur über fettreichen Fisch aufnehmen.

Ballaststoffe hoch, glykämischer Index runter

Mit einem Anteil von etwa 20 Prozent ist Chia auch reich an Proteine sowie an verdauungsfördernden Ballaststoffen. Wird der Samen ähnlich wie Kleie beim Brot- oder Kuchenbacken verwendet, erhöht sich der Ballaststoffanteil und der glykämische Index sinkt. Auch kann man den Samen als Ersatz für Eier verwenden. Zudem enthält Chia viel Vitamin B1, Niacin Vitamin E, Kalzium, Magnesium und Zink.

Toller Nährstoffmix

All diese Eigenschaften machen den Chiasamen zweifelslos zu einem wertvollen Nährstofflieferanten. Seinen Ruf als Gewichtsreduzierer lässt sich möglicherweise damit erklären, dass die Samen extrem quellen und daher schneller für ein Sättigungsgefühl sorgen. Dank ihres hohen Gehalts an Alpha-Linolsäure betrachten Ökotrophologen Chiasamen als gleichberechtigt mit Leinsamen und anderen Ölsaaten, die Blutfett regulierend wirken.

Ganz wie unser heimischer Leinsamen

Apropos Leinsamen. Der ist das heimische Pendant von Chiasamen mit ähnlich reichhaltigem Nährstoffmix und vergleichbaren Quelleigenschaften – dafür nur sehr viel billiger. Trotzdem ist die Variante aus Südamerika eine Bereicherung für einen abwechslungsreichen Speiseplan, vor allem für Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren. Die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit maximale Verzehrempfehlung pro Tag liegt bei 15 Gramm, der Anteil in Backwaren, Müslis oder Nussmischungen darf nicht über zehn Prozent betragen – nicht weil tatsächlich ein Risiko besteht, sondern weil es noch nicht ausreichend Studien gibt.  Zuletzt ist Chia allerdings wegen hoher Schadstoffbelastung in Verruf geraten – das passiert leider auch Bio-Superfood. Die entsprechenden Hersteller haben ihre Produkte zwar inzwischen aus dem Handel genommen. Genau hinschauen sollte man bei Kauf allerdings doch – und im Zweifel lieber auf Nüsse, Leinsamen oder Rapsöl des Vertrauens zurückgreifen.

Tags: Superfood Ernährung Ballaststoffe Omega-3 EPA DHA Chia

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