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Sportler

Daniela Bleymehl im Interview

  14.09.2022

Unsere Orthomol Sport-Athletin Dani mit einem Ausblick auf Hawaii

Daniela Bleymehl zählt zu den erfolgreichsten Triathletinnen der Welt. In ihrer sportlichen Karriere konnte sie schon sechs Langdistanzen gewinnen.

Seit 2019 wird Daniela zudem auf Platz drei der Bestenliste deutscher Triathletinnen auf der Ironman-Distanz geführt. Diesen Bronze-Platz hat die gebürtige Essenerin seit 2019 inne, als sie die Challenge Roth in 8:43:17 gewinnen konnte.

Auch in diesem Jahr hat Daniela schon ein sportliches Ausrufezeichen gesetzt: Sie siegte bei der Europameisterschaft, dem Ironman in Frankfurt. Warum Daniela dennoch nicht ganz zufrieden war mit dem Rennen und welche Schlüsse sie daraus zieht, erfährst Du im Interview. Außerdem schildert unsere langjährige Orthomol Sport-Athletin, was sie motiviert und wie sie ihren Kampfgeist hochhält. Da Kona – die Ironman Weltmeisterschaft – vor der Tür steht, nimmt uns Daniela zudem ein Stück mit auf die Reise ihrer Vorbereitung und Ziele vor Ort.

- Mit Deinem Sieg beim Ironman Frankfurt hast Du die Generalprobe für den diesjährigen Ironman auf Hawaii perfekt gemeistert. Wie lautet Dein Fazit: Was lief gut, wo siehst Du persönlich noch Verbesserungspotenzial?

Perfekt lief es leider nicht, aber umso mehr Verbesserungspotenzial sehe ich – um es positiv zu formulieren. Über den Sieg bei meinem Heimrennen freue ich mich natürlich riesig – tatsächlich hatte ich aber bereits ab der zweiten Rad-Runde mit Übelkeit zu kämpfen, was dann beim Laufen immer schlimmer wurde. So konnte ich leider keine Verpflegung mehr aufnehmen und bin dadurch beim Marathon quasi „leer“ gelaufen. Im Ziel war ich dann wirklich am Limit und auch kurz außer Gefecht gesetzt. Gerade in diesem Bereich sollte es auf Hawaii reibungslos laufen. Ich hoffe also auf ein „perfektes“ Rennen spätestens in Kona. Mit Blick auf das Training und die Entwicklung in den letzten Wochen bin ich diesbezüglich sehr optimistisch.

- Du warst vor allem auf den letzten Laufrunden auch körperlich angeschlagen. Hast Du eine Erklärung dafür?

Die Ursachenforschung für die Probleme in Frankfurt hat uns in den letzten Wochen sehr beschäftigt. Gerade, wenn man keine richtige Erklärung hat, fällt dies oft doppelt so schwer. Am Ende kommen immer viele Faktoren zusammen. Wer weiß, vielleicht hat es im Nachhinein sogar etwas Gutes, weil man so jede kleine Stellschraube noch einmal genauer anschaut, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

- Wie schaffst Du es, Deinen Kampfgeist bis zum letzten Meter hochzuhalten?

Gerade bei fordernden Rennen, wie jede Langdistanz, motiviert es mich riesig meine Familie und Freunde am Streckenrand zu sehen. Da Frankfurt mein Heimrennen ist, hatte ich dort so viel Support wie nur selten. Für jeden einzelnen Ruf meines Namens vom Streckenrand bin ich umso dankbarer – das war unglaublich. Gerade dann, wenn es mal nicht so gut läuft, ist die Unterstützung von außen extrem wichtig und eine große Motivation, trotzdem weiterzumachen.

- Hast Du spezielle Tipps für mentale Stärke? Trainierst Du diese gezielt z. B. auch durch eine/n Mental-Trainer/in?

Man lernt mit jedem Rennen dazu und ich glaube, dass einen gerade besonders schwere Rennen und Situationen für die Zukunft noch stärker machen. Ich habe in den letzten Jahren regelmäßig mit einem Mentaltrainer und auch hin und wieder mit einem Sportpsychologen zusammengearbeitet und selbst eine Ausbildung zum Mentalcoach gemacht. Das Wichtigste ist immer sein „Warum“ zu kennen, sich die Liebe sowie Leidenschaft zum Sport zu behalten und immer bewusst zu machen. Ob mit mentalen Bildern, Bewegungsvorstellungen, Konzentration, Atemtechniken, Musik, „Krafttieren“ oder sonstigen Techniken – da muss jeder seinen individuellen Weg finden.

 - Der Ironman Hawaii steht vor der Tür. Was hast Du Dir dafür vorgenommen?

Rein vom Ergebnis ist alles, was dieses Jahr noch hinzu kommt eine Zugabe. 2019 war ich Neunte, diese Platzierung würde ich gerne verbessern. Vor allem möchte ich aber meine Leistung abrufen und mein bestmögliches Rennen zeigen. Wofür das am Ende reicht, werden wir am 6. Oktober wissen. J

 - Wer sind in diesem Jahr Deine stärksten Konkurrentinnen und warum?

Hawaii hatte schon immer seine eigenen Regeln und wartet immer mit einem absoluten Elite-Feld auf, schließlich ist es die Weltmeisterschaft. In diesem Jahr dürfte es aufgrund des größeren Startfeldes noch einmal spannender werden. Alle werden in der besten nur möglichen Form an der Startlinie stehen und somit ist jede Mitstreiterin eine Konkurrentin. Ich bin wirklich beeindruckt, welche Leistungen in den letzten Monaten und Jahren gezeigt wurden und wie rasant die Entwicklung auch bei den Damen aktuell ist. Insofern freue ich mich auf ein spannendes und forderndes Rennen.

 - Wie sieht eine typische Trainingswoche vor Kona aus?

Eine „typische“ Trainingswoche gibt es in dem Sinne nicht. Ich bin nach wie vor dabei, mich an meine Trainingsumfänge vor der Geburt heranzuarbeiten, daher heißt es vor allem, mit mehr Umfang und einer höheren Gesamtbelastung zurechtzukommen, gesund und verletzungsfrei zu bleiben und mich gleichzeitig so spezifisch wie möglich auf die Bedingungen von Hawaii vorzubereiten.

- Du packst Deine Koffer für Hawaii: Welche Orthomol Sport-Produkte dürfen nicht fehlen und warum?

Selbstverständlich ist Orthomol Sport mit dabei, um auch kurz vor dem Wettkampf optimal mit den wichtigsten Mikronährstoffen versorgt zu sein. Außerdem Orthomol Sport recover für eine bessere Regeneration und Orthomol Sport prepare für zwischendurch. J

- Du bist als Zweifach-Mama wieder ins Wettkampf-Geschäft eingestiegen und konntest an Deine Erfolge anknüpfen. Was ist Dein Geheimnis? Macht Dich Deine Familie vielleicht sogar stärker?

Meine Familie ist in jeder Hinsicht meine Kraftquelle und macht mich ganz sicher stärker. Auch wenn das sehr individuell ist, kann ich für mich jedenfalls sagen, dass ich beides gerne bin: Mama und Profisportlerin. Meine Familie ist täglich mein Antrieb, gerade im Training und es ist das schönste Gefühl sie hinter mir zu wissen: egal, ob ich gewinne oder verliere.

- Begleiten Dich Dein Mann und Deine zwei Kinder nach Kona?

Ich werde mit meiner Tochter und meiner Schwester als Babysitter zwei Wochen vorher anreisen, um optimal akklimatisiert zu sein und mich in Ruhe vorbereiten zu können. Mein Mann wird dann in der Rennwoche nachkommen. Da mein großer Sohn schulpflichtig ist und Kona in diesem Jahr leider außerhalb der Herbstferien stattfindet, wird er mich diesmal leider nicht begleiten. Aber es ist auch schön zu wissen, dass zu Hause kräftig die Daumen gedrückt werden. 

 

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