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Sauna – Auszeit für Körper und Seele!

08.12.15 12:00

Die Temperaturen sinken, es wird wieder früher dunkel, die gefütterten Klamotten werden so langsam aber sicher wieder vom Dachboden geholt, und es lässt sich nicht mehr leugnen: Der Winter kommt. Wo so manchem buchstäblich die Haare zu Berge stehen, da reiben sich die anderen schon die Hände. Denn auch der größte Wintermuffel taut auf, wenn bei kalten Temperaturen der Kamin wieder in Betrieb genommen wird, vielleicht sogar der erste Schnee fällt und – genau – endlich mal wieder die Sauna angefeuert wird. Laut einer Umfrage des deutschen Sauna-Bunds gehen ca. 30 Millionen Deutsche mehr oder weniger regelmäßig in die Sauna. Das tun sie natürlich nicht nur im Winter, aber bei Schnee und Eis ist das Saunieren aufgrund seiner positiven Eigenschaften für Immunsystem und Kreislauf besonders gefragt. Was ein Saunagang genau bewirkt und welche Bräuche gepflegt werden, haben wir im Folgenden einmal zusammengetragen.

Hydrotherapie

Ähnlich wie die zugegebenermaßen eher in vergangenen Tagen beliebte Kneipp Kur sind Saunagänge Teil der Hydrotherapie. Gemäß dem Duden beinhaltet diese „Heilbehandlung durch Anwendung von Wasser in Form von Bädern, Waschungen, Güssen, Dämpfen o.ä.“.Auch das vor allem in Skandinavien, aber auch in Deutschland beliebte Winterbaden wird umgangssprachliche als Maßnahme zur „Abhärtung“ beschrieben, so es denn gewissenhaft ausgeführt wird (Johann Wolfgang von Goethe höchstselbst soll ein großer Fan gewesen sein).

Gut für Körper und Geist

Nehmen wir das Wassertreten bei einer Kneipp-Kur. Dass kalte Wasser bewirkt, dass über die Haut thermische Energie entzogen und nach kurzzeitiger Anwendung die Durchblutung angeregt wird. Die mehrfache schlagartige Änderung der Raum- bzw. Wassertemperatur beim Saunieren führt eine ähnliche Reaktion herbei: Durch die wechselnden thermischen Reize werden die Blutgefäße und das Herz-Kreislauf-System „trainiert. Auch die Muskulatur wird angesprochen, was zu Lösung von Verspannungen führen kann. Und wie wir alle wissen, ist ein entspannter Körper auch Balsam für die Seele, so dass das Wohlfühlpaket schließlich komplett ist.

Bräuche – damals wie heute

Die Erkenntnis über die positiven Eigenschaften von Schwitz-Praktiken erhellte die Menschheit aber schon weit vor der modernen Medizin. Angeblich seit der Steinzeit bilden das kultivierte Schwitzen und die einhergehenden Mythen einen festen Bestandteil verschiedener Brauchtümer. So beispielsweise auch bei den amerikanischen Ureinwohnern, genauer gesagt bei den Sioux oder Lakota Indianern. Der Legende nach soll ein Junge durch das mehrmalige Aufgießen heißer Steine in einem sogenannten „Inipi“ Verstorbene wieder zum Leben erweckt haben. Die sogenannten „Temazcals“, aus Lehm gebaute Schwitzhütten der Azteken, hatten sogar den Status einer religiösen Stätte und wurden deswegen von den spanischen Eroberern verboten. Die in Japan noch heute existierenden „Sento“ sind Badehäuser, deren Dampfbäder der Entspannung und vor allem auch der Pflege gesellschaftlicher Kontakte dienten. Dies wurde im 19. Jahrhundert etwas zu weit getrieben, sodass die „Sento“ für bestimmte Zeit sogar leicht in Verruf gerieten, weil Prostituierte versuchten, von der Beliebtheit der Badehäuser zu profitieren. Auch in Russland haben die „Banjas“ eine lange Tradition. Typisch ist hier das sogenannte „Quästen“, also die zusätzliche Stimulierung der Durchblutung durch leichtes Schlagen mit frischen Birkenzweigen.

Wo auch immer Sie Ihren Saunagang planen: Sie sollten sich dringend mit den örtlichen Gepflogenheiten vertraut machen. Hierzu gehört beispielsweise der Umgang mit Nacktheit. Während es in Skandinavien und Deutschland üblich ist, die Sauna unbekleidet zu betreten und Gemischtsaunen auch keine Seltenheit sind, können Sie sich beispielsweise in den Vereinigten Staaten oder im arabischen Raum damit in die Bredouille bringen.

Richtig Schwitzen

Wichtig bei Sauna, Banja und Co. ist, dass Sie Ihren Körper fordern, aber nicht überfordern. In öffentlichen Saunen sind Tipps und Regeln hierzu normalerweise ausgehängt Ansonsten bietet natürlich auch das Internet hierzu reichlich Informationen, z.B. auf der Webseite des Deutschen Saunaverbandes: http://www.saunaindeutschland.com. Also zögern Sie nicht und gönnen Sie sich und Ihrem Körper eine Auszeit. Mit ein paar warmen Gedanken sind Eis und Schnee auch für den größten Kritiker nur noch halb so wild.

Tags: Winter Sauna Immunsystem Kreislauf Schwitzen

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