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Open-Water-Schwimmer Christian Reichert

Christian Reichert hat seine Ziele klar gesteckt: Bei den Europameisterschaften im August in Berlin will der Freiwasserschwimmer auf dem Treppchen stehen. „Vor vier Jahren in Budapest habe ich über zehn Kilometer den vierten Platz gemacht. Dieses Jahr will ich noch besser abschneiden “, sagt der sympathische Athlet. Gerecht wäre es, realistisch auch. Denn seit mittlerweile zehn Jahren macht Christian zusammen mit seiner Frau Nadine jedes Meer, zahlreiche Seen, Flüsse und so manchen Tümpel auf diesem Erdball unsicher. Und beim ersten Weltcup-Wettkampf der Saison am ersten Februar-Wochenende in Argentinien schwamm er über die 10-Kilometer-Distanz gleich auf Platz 3.

2003 lernte er in einem Trainingslager in der Türkei Nadine kennen. Sie, bereits seit drei Jahren aktive Freiwasserschwimmerin. Er, erprobter Leistungsschwimmer. Bei der DLRG hatte er das Schwimmen gelernt, als Neunjähriger wechselte er zum SV Würzburg 05 und stieg dort ins Leistungstraining ein. Nur wenige Jahre später bestimmte der Sport sein Leben: Zweimal täglich ging er ins Wasser zum Trainieren. Das ist noch heute so – seit eben zehn Jahren zusammen mit Nadine. Die nimmt sich allerdings gerade eine Auszeit: Am 25. Dezember kam Tochter Mia-Sophie zur Welt. „Vergangene Saison habe ich mit dem dritten Platz beim Weltcupauftakt zwar stark angefangen, aber dann wegen der Schwangerschaft auch schnell wieder aufgehört“, erzählt sie. Noch kann sie nicht wieder ins Training einsteigen. „Und dann ist es für die Saisonvorbereitung schon zu spät“, sagt sie.

Also muss Christian vorerst alleine zum Training und zu den Wettkämpfen – so wie Anfang Februar nach Argentinien. „Das ist schon schade, weil Nadine bisher immer dabei war und selbst mitgeschwommen ist“, sagt der gebürtige Würzburger, der mit seiner Familie in Wiesbaden lebt. Als Polizeioberkommissar in der Sportfördergruppe der hessischen Polizei wird er für Training und Wettkämpfe freigestellt. Und das ist ein straffes Programm. Neben dem täglichen Schwimmtraining über meist zweimal acht bis zehn Kilometer, stehen zweimal wöchentlich Stabilitätstraining, zweimal Krafttraining und zweimal Ergotraining auf dem Programm.

Doch Christian weiß, warum er das tut. „Im vergangenen Jahr im Juli haben wir den Weltmeistertitel im 5km Team-Rennen in Barcelona geholt“, erzählt er. Zusammen mit Thomas Lurz und Isabelle Haerle hatten sie zum Schluss einen Vorsprung von mehr als zwei Minuten. „Das war ein absolutes Highlight“, erinnert sich Christian. Dabei hatte das Jahr für den 29-Jährigen mit einem Weltcupsieg in Israel bestens begonnen.

Nun lautet das Ziel: EM in Berlin. „Wenn ich mich qualifiziere, werden Nadine und Mia-Sophie auch als Zuschauer dabei sein und das dürfte mir noch einen Extra-Motivationsschub geben“, ist Christian überzeugt. Ist das geschafft, wartet schon die nächste Herausforderung auf den Freiwasserschwimmer: die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Brasilien.

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