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Max Hoff verstärkt zum Saisonbeginn das Orthomol Sport-Team

#AllesneumachtderMai – im übertragenen Sinne, denn unser Orthomol Sport-Team bekommt im Mai 2019 Verstärkung. Wir heißen Max Hoff – einen der erfolgreichsten Kanu-Sportler unseres Landes – herzlich willkommen und freuen uns darauf, ihn auf seinem Weg nach Tokio 2020 als Partner zu begleiten.

Einen Einblick in seinen spannenden Trainingsalltag hat uns Max schon zu Beginn der Partnerschaft gewährt, aber lest selbst:

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- Max, seit 1994 bist Du erfolgreich im Kanusport: Woher nimmst Du nach wie vor die Motivation, Dich im Training zu „quälen“ und immer alles zu geben?

Puh, die beste Frage zu Beginn. Ich denke, eine Sportart muss für einen zur Leidenschaft werden. Wenn das geschafft ist, liebst Du es und hast Bock drauf. Es gibt Dir Zufriedenheit zurück und Du bist im Reinen mit Dir selbst. Training macht mir nicht immer Spaß, das geht auch in dem Umfang nicht. Du erlebst als Sportler aber so viele tolle Sachen, die Dir dann in den harten Zeiten Motivation geben. Du darfst nie aufhören, neue Träume zu haben, dann hast Du keine Ziele mehr und es ist vorbei.

Wenn Du richtig gut drauf bist, schaffst Du es in einen Flow zu kommen, der sich während des Sports einstellt. Der ist schwer zu beschreiben, und nicht oft zu erreichen. Das Gefühl mit dem Boot eins zu werden, über das Wasser zu gleiten oder das Gefühl zu fliegen belohnt Dich für vieles.

Irgendwie habe ich an der ganzen Sache einfach noch Spaß und genieße es. Außerdem - wer die Olympischen Spiele einmal erlebt hat und dabei war, weiß wovon ich spreche - das Erlebnis entschädigt für Vieles und motiviert immer noch.

- Wie sieht Dein Trainingsalltag aus?

Normalerweise im Trainingslager:

  • 8:00 Uhr ca. 90 Minuten Grundlagenausdauertraining auf dem Wasser,
  • 11:00 Uhr 75 Minuten Wassertraining (mit speziellen Trainingsprogrammen, je nach Saison, wie Intervalle, Streckentraining, Sprinttraining, etc.),
  • 15:00 Uhr 75-90 Minuten Krafttraining und
  • 17:30 Uhr nochmal Wassertraining.
  • Dazwischen Regeneration, Essen, Physio etc. Das Ganze in 2,5 Tagesblöcken, d.h. jeder dritte Nachmittag ist frei und alle 2 Wochen gibt es einen freien Tag.

- Wie viele Trainingskilometer absolvierst Du jährlich?

Das ist eine sehr gute Frage, das wüsste ich auch gerne. Im Ernst, ungefähr 6.000-7.000 Kilometer auf dem Wasser, dazu 1.000 Kilometer auf der Laufstrecke, 350 Stunden im Kraftraum und noch einiges an Schwimmen, Radfahren, etc. dazu.

- Wie verändert sich das Training mit dem Alter bzw. Erfahrung des Athleten? Gibt es saisonale Trainingsunterschiede?

Im Prinzip musst Du im Alter ein wenig vorsichtiger mit deinem Körper umgehen. Regenerationszeiten sind wichtig und einzuhalten, um nicht ins Übertraining zu gelangen. Wir bewegen uns auf einem schmalen Grad des Machbaren. Ich selber merke, dass ich mit dem Alter auch zäher und belastungsresistenter geworden bin, darf es aber nicht übertreiben. Genauso muss man Arbeitszeiten mit einkalkulieren, denn sie erlauben Dir nicht die Regeneration, wie Du sie als reiner Profisportler hättest. Das große Plus ist, man kennt seinen Körper wesentlich besser als in jungen Jahren und kann ihn deuten.

Saisonale Unterschiede gibt es sehr wohl. Im Winter steht überwiegend Grundlagentraining an. Dort zählt Umfang, Umfang, Umfang: Kilometer auf dem Wasser, Stunden im Kraftraum und bei weiteren Grundlagenausdauerspotarten. Im Winter wird die Basis gelegt. Mit Beginn des Frühjahrs und im Sommer versuchen wir die ganze Grundlage in Schnelligkeit und Wettkampfhärte auf dem Wasser umzuwandeln. Dann wird das Training meist intensiver und schneller, in gewissen Wettkampfphasen sicherlich auch weniger, um die nötige Frische zu bekommen.

- Hat sich das Bewusstsein für das Thema Ernährung bei Dir im Laufe der Jahre verändert? Wenn ja, inwiefern?

Na klar, im Alter mache ich mir mehr Gedanken, was meinem Körper gut tut. Wir arbeiten nur noch an Kleinigkeiten und es geht in der Weltspitze darum, Dich wirklich in jeder Nuance zu verbessern. Der Körper ist unser „Kapital und Motor“. Der muss funktionieren. Und heraus kann nur das kommen, was hereingesteckt wird. Es geht darum, Dich in Deiner Haut wohl zu fühlen. Ich sündige ab und zu und es geht bei mir meistens darum, überhaupt genügend Energie mit vollwertiger Kost zuführen zu können. In gewissen harten Zeiten behelfe ich mich mit Sportlernahrung und Nahrungsergänzungsmitteln, um mein Gewicht halten zu können bzw. mich mit den nötigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Ich habe immer schon darauf geachtet, es ist im Alter aber präsenter geworden. Aber ganz wichtig, man muss auch mal sieben gerade sein lassen können ;-).

- Nach vielen Jahren „Wildwasser“ hast Du 2007 den Wechsel zu den olympischen Disziplinen gewagt. War das eine spontane Entscheidung? Hast Du diese jemals bereut?

Nein, das habe ich niemals bereut. Die Entscheidung kam im Herbst 2006 schon relativ spontan oder sagen wir mal, der Entschluss dazu es wirklich zu probieren. Ich hatte schon immer den Traum, einmal bei den Olympischen Spielen zu starten. Leider war ich in der falschen Sportart unterwegs. Wildwasserrennsport ist nicht olympisch. Es ähnelt aber dem Rennsport dahingehend, dass man möglichst schnell von A nach B kommen muss. Nur halt einmal auf dem wilden Wasser statt auf dem ruhigen See. Nachdem ich 2006 Weltmeister wurde, habe ich mir überlegt, was der nächste Stepp sein könnte. Im Kanurennsport erreichte der damalige Sportler im K1 über die 1000m bei der WM nur das „B-Finale“ und dort Platz 6, also insgesamt 15er. Das war zusätzliche die Motivation es auszuprobieren, da Du in Deutschland ohne Medaille bei einer WM als Sportler quasi austauschbar bist und „nicht zählst“. Ich habe mir dann ein Rennsportkajak besorgt und bin bei mir in Köln im Hafen einfach mal 1.000m Vollgas gepaddelt. Die Zeit war gut, und danach kam dann der endgültige Entschluss. Den folgenden Winter bin ich nach Afrika ins selbstorganisierte Trainingslager geflogen und habe wie ein Wahnsinniger trainiert. Im April 2007 bei den nationalen Qualifikationen hat es dann geklappt ins Team zu rutschen und mich im 1.000m K1 durchzusetzen. Schwupps, und ich war dabei. Es kamen zwar noch einige weitere Hürden aber wie man sieht, genommen habe ich sie.

Alles was ich seit diesem Wechsel erreicht habe, war großartig und außergewöhnlich. Es hat meine Karriere auf ein weiteres Level gehoben und mich für mein Leben geprägt. Ich durfte die Welt bereisen, habe wirklich tolle Menschen auf der ganzen Welt kennen gelernt und Freunde gefunden. Für mich ist es immer noch ein Privileg einer der Glücklichen zu sein, die so ein Leben führen können. Wobei es jedem frei steht, ich habe es mir auch selbst erarbeitet und es kam nicht, weil ich nur Glück hatte!

- Welche Distanz liegt Dir mehr, 1.000m oder 5.000m?

Ganz ehrlich: 2.000m. Gibt es aber nicht. 1.000m ist die Unterkannte meines Möglichen. Darunter werden die Strecken zu kurz. Aber was soll ich sagen, es sind einige Titel dabei herumgekommen. Also wird sie mir schon liegen.

5.000 liegen mir sehr, ein Problem ist sicherlich meine nicht unbedingt grandios ausgeprägte Sprintstärke. Einige internationale wichtige Wettkämpfe (WM, EM, Weltcups, European Games, so um die 10) habe ich aber auch schon dort gewonnen und war von 30 Rennen 28x auf dem Podest - also liegt es mir auch. Meine Konkurrenten suchen zumindest sofort meine Welle und hoffen, dass ich in den Wettkämpfen „Taxi spiele“. Entschieden werden die Rennen dann auf den letzten 1.000m.

Beide Strecken sind besonders. Ich habe für beide eine Hassliebe auf eine jeweils eigene Art.

- Welche sportlichen Erfolge Deiner Karriere sind Dir in ganz besonderer Erinnerung geblieben?

Alle Erfolge haben ihre ganz eigenen Geschichten und stehen für sich! Definitiv dabei sind der Olympiasieg 2016, der erste WM-Titel 2009 im K1 über 1.000m, aber auch der WM-Titel 2006 beim Wildwasserrennsport, nachdem ich zu den Rennsportlern auf den See umgestiegen bin.

- Oft wird davon gesprochen, dass Athleten im Wassersport sich bis zur Erschöpfung verausgaben und im letzten Streckenteil wie im Tunnel sind. Kannst Du uns beschreiben, wie sich das im Rennen bei Dir darstellt?

Das ist gar nicht so einfach und ich glaube nicht, dass es ausschließlich im Wassersport so ist. Wir sind in den Wettkämpfen jedoch komplett auf uns fokussiert und versuchen, unsere Stärken auszuspielen. Da sollten Dich die Gegner auf den Bahnen neben Dir nicht beeinflussen. Während der Rennen, wenn Du zu 100% bei der Sache bist, schaust Du nur die Bahn runter ins Ziel und bekommst auf den Bahnen neben Dir kaum noch etwas mit. Die volle Energie steckt einfach nur noch darin, möglichst schnell ins Ziel zu kommen und alles Unnötige auszublenden. Ich sage immer, der richtige Tunnel und Zustand der Verausgabung ist dann erreicht, wenn Dir jemand auf den letzten 400m ein Messer in den Rücken stecken könnte und Du es nicht mehr spüren würdest. So ungefähr fühlt es sich an… Man muss lernen diesen Zustand auszuhalten und sich dort hinein zu bringen. Das Gute ist, er geht vorbei, sobald Du das Ziel erreicht hast….

- Woraus ziehst Du Deine mentale Stärke?

Bock zu haben auf das, was ich treibe. Meine Träume wahrwerden zu lassen und daraus eine innere Befriedigung zu ziehen. Zudem ein stabiles Umfeld unabhängig vom Sport zu haben, das einen auffängt. Zu wichtig darf man das Ganze auch nicht nehmen, musste ich aber auch erst durch einige Niederlagen lernen. Außerdem hasse ich es zu verlieren, auch wenn ich - denke ich - ein fairer Verlierer bin und mit Niederlagen gut umgehen kann. Für mich sind Niederlagen ein notwendiges Übel, auf das Du angewiesen bist, um Dich weiter zu verbessern!

- Was ist Dein Ziel für Olympia 2020?

            Olympiasieger im K2 1.000m. Relativ einfach. J

Aber mal ehrlich, eine Medaille wäre schon ein großer Erfolg. Aber unser Anspruch ist es, um den Sieg mitzufahren. Große Hürde ist erst einmal dabei zu sein, die größte Konkurrenz haben wir quasi im eigenen Land.

- Siehst Du Dich als Einzelsportler, obwohl Du auch im Vierer schon erfolgreich warst?

Wir kämpfen jeder für uns, um erstmal ins Team zu kommen. Dafür nutzen wir aber unsere Konkurrenten, da sie gleichzeitig auch unsere Trainingspartner sind. Ohne sie schaffen wir es nicht. Der Stärkste setzt sich dann durch. Einmal im Team, sind wir dann beides. Jeder versucht seine individuelle Leistung zu verbessern, dabei unterstützen wir uns gegenseitig und ziehen uns mit.
Im K1 bist Du schon eher Einzelsportler und gehst wenig Kompromisse ein. In einem Mannschaftsboot ist es etwas komplexer und Du musst Dich mit deinen Teampartnern auf Kompromisse einlassen. Es geht darum, das Optimale aus uns allen heraus zu holen, gegenseitige Rücksichtnahme ist da eine der grundlegenden Anforderungen.

- Was verändert sich, wenn mal als Team an den Start geht?

Hauptsächlich die Nervosität. Im Einer liegt der Druck nur bei Dir. Im Team kannst Du ihn „in Deinen Gedanken“ abgeben, obwohl Du ja eigentlich noch für andere mitverantwortlich bist. Es ist aber definitiv einfacher und Du kannst Dich gegenseitig stützen und vor allem Deine Stärken und Schwächen kaschieren. Zudem kannst Du Siege und Niederlagen zusammen wesentlich süßer feiern oder auch besser durchstehen.

- Was bedeutet Leistungsplus für Dich?

In unserer Leistungsgesellschaft entschleunigen zu können. Dir darüber bewusst zu sein, was für Dich und Deinen Körper das Beste ist und dafür einzustehen. Dir gezielt Auszeiten zu nehmen. Ausgeglichenheit und persönliche bzw. seelische Zufriedenheit ist das größte Leistungsplus und das A und O einer optimalen Gesundheit sowie überragenden Performance, wenn es drauf ankommt.

- Wie wichtig ist Regeneration für Dich? Wie regenerierst du am besten?

Da gibt es verschiedene Wege. Vom Kopf her einfach bei der Familie und bei Freunden eine Auszeit zu haben und nicht der Sportler zu sein, sondern Max. Grandios ist es, einfach mal einen Tag z.B. am Meer eine Auszeit zu bekommen und alles hinter mir zu lassen oder im Winter mit den Skiern in den Bergen unterwegs zu sein.

Physiologisch bedeutet Regeneration für mich auch einfach mal ein schönes, gemütliches Abendessen mit hochqualitativen Produkten. Ansonsten natürlich Schlaf…

Zur Regeneration gehört auch Gymnastik oder Physio, mir ist es aber am wichtigsten, vom Sport losgelöst unterwegs zu sein, und ihn aus meinen Gedanken zu löschen.

- Was bedeutet Widerstandskraft für Dich?

Durchzuhalten, auch dann, wenn es ungemütlich wird! Die geringste Zeit schmeckt es „süß“…, aber wird es auch nur dann schmecken, wenn Du vorher für Deine Ziele und Träume alles gegeben hast.

- Dein persönlicher Tipp für erfolgreiche Wettkämpfe? Welche Empfehlungen hast Du für sportliche Einsteiger?

Erstmal kleine Ziele setzen und nicht direkt davon ausgehen, den Marathon in unter 3 Stunden laufen zu wollen. Die kleinen Zwischenstepps und Erfolge sind wichtig, um sich immer wieder neue Bestätigung und Motivation zu holen, um vielleicht irgendwann den großen Traum zu erreichen. Dazu ist es wichtig harte Zeiten zu überstehen! Zudem darf man sein Treiben nicht immer in Frage stellen. Wenn man sich entschieden hat, etwas zu erreichen: MACHEN!! Ohne „wenn“ und „aber“. Ist es geschafft, wird man spüren, warum und wofür es sich gelohnt hat.

- Was begeistert Dich am Orthomol-Multi-Sport-Prinzip? Welche Orthomol Sport-Produkte nimmst Du mit auf den Weg nach Olympia?

Es begeistert mich daran, dass es mir relativ einfach und verständlich für die jeweiligen Phasen im Sport die richtigen Nährstoffe zur Verfügung stellt. Der Körper wird optimal versorgt und bekommt, was er braucht. Zudem muss ich kein Ernährungsprofi sein. Der Wust von unendlich vielen Produkte anderer Hersteller ist oft unübersichtlich. Hier bekomme ich von einem Hersteller das notwendige Set an die Hand gegeben, dass mein Körper in alles Phasen braucht. Nicht mehr und nicht weniger. Ich muss nur selbst differenzieren, ob ich mehr im Kraft- oder Ausdauersport unterwegs bin. Zudem steht Orthomol Sport mit seinem Know-how für qualitativ hochwertige und glaubwürdige Produkte.

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