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Im Winter hat der innere Schweinehund einen Verbündeten

19.03.15 17:30

Als wäre es nicht ohnehin schon mühsam, sich nach einem langen Bürotag noch sportlich zu betätigen, verstärken Regen und Kälte noch das Gefühl, heute lieber gemütlich auf der Couch sitzen bleiben zu wollen. Wer es eigentlich liebt, sich im Freien sportlich auszutoben, wird zudem geplagt vom „Windchill“.

Wer oder was ist Windchill?

Nein, wir haben uns nicht verschrieben. Den Begriff gibt es wirklich – hat viel mit Wind, aber weniger mit dem inflationär gebrauchten Wort chillen zu tun. Der winterliche Partner vom inneren Schweinehund steht für Winterkühle oder gefühlte Temperatur. Die tatsächliche Temperatur kann nämlich stark von der gefühlten Temperatur abweichen. Das ist keine Einbildung sondern ein physikalischer Effekt, den es wirklich gibt.

Gerade beim Radfahren oder Joggen im Freien spüren wir die Auswirkungen. So fühlen sich minus fünf Grad Außentemperatur bei gefahrenen 20km/h bereits nach minus 11,6 Grad Celsius an. Eine komplette Übersicht der Windchill-Temperatur ist zum Beispiel hier ersichtlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Windchill

In Kanada und den USA ist es mittlerweile üblich, die Temperatur – beeinflusst durch Wind und Bewegungsgeschwindigkeit – in Wetterberichte einfließen zu lassen. So ist beim National Oceanic and Atmospheric Administration der Windchill Index zu finden. Andere Länder andere Klima-Sitten. http://www.nws.noaa.gov/om/winter/windchill.shtml

Dann doch lieber mit der Bahn zur Arbeit anstatt mit dem Fahrrad?!

Das muss nicht sein. Richtige Kleidung ist quasi der Gegenwind zum Windchill. Wenn die an der Hautoberfläche befindliche wärmere Luft von einem kalten Wind weggeblasen wird, kommt es zu einem stärkeren Wärmeverlust der Haut. Dieser Wärmestrom nach außen wird subjektiv als Kälte empfunden.

Es wird daher empfohlen, bei Kälte mehrere Schichten Kleidung zu tragen. Die erste Schicht sollte eng am Körper anliegen – hier eignet sich besonders atmungsaktive Wäsche – damit die Haut trocken und warm bleibt.
Darüber zieht man am Besten eine weitere Schicht aus Thermogewebe an. Der Zwiebellook wird komplettiert durch zum Beispiel eine Jacke, die wind- und regenundurchlässig ist. Meist reichen schon drei Schichten aus, um gegen den Windchill in unseren Breitengraden gerüstet zu sein.

Wichtig für einen rundum Frostfrei-Look ist, dass alle empfindlichen Körperstellen geschützt sind. Daher empfehlen sich geeignete Handschuhe, Mützen oder wärmende Einlegesohlen. So gerüstet, ist der Windchill schon mal kein „Spielverderber“ mehr. Und wer sich einmal aufgerafft hat, wird sich erinnern, wie belebend Sport trotzt Dunkelheit und Kälte sein kann. Damit wäre auch der Schweinehund eher ein Schweinehündchen und kann uns schwerlich am sportlichen Vergnügen hindern. Also nichts wie runter vom Sofa!
(wrw)

Tags: Schweinehund Wind Winter Windchill Temperatur Wetter

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