EMS – kann man mal machen, oder doch lieber sein lassen?

Fangen wir unverfänglich an: EMS steht für Elektro-Myo-Stimulationstraining. Bekannt ist diese Form der Muskelstimulation – vor allem in der Orthopädie­ – schon seit einigen Jahren. Im Bereich der körperlichen Fitness erfährt EMS immer mal wieder ein „Revival“, so wie auch jetzt. Zahleiche Fitnessstudios setzen auf diese Form des Trainings und die Versprechen sind meist verlockend: Schön, fit, schlank – alles in relativ kurzer Zeit ohne übermäßige Anstrengungen.

Klingt ein wenig nach „zuschön, um wahr zu sein“.

Ist es auch, denn wie so oft gibt es zwei Seiten der Medaille. Experten sind sich unschlüssig, ob EMS im Bereich Fitness sinnvoll ist. Im Gegensatz zum etablierten Einsatz in der Medizin bei dem Strom zum Beispiel zum Aufbau einzelner Muskelgruppen nach einer Knie-OP eingesetzt wird, werden im Fitnessstudio viele Muskelgruppen gleichzeitig stimuliert. Möglich wird das durch einen „Anzug“, an den Elektroden angeschlossen werden. Die Stromstärke kann eingestellt werden und variiert je nach Fitnessgrad. Verschiedene Muskelgruppen werden für einige Sekunden gezielt angespannt und anschließend wieder entlastet – durch die intensive Anspannung mit zusätzlicher Stromzufuhr ist ein kurzes Workout ausreichend. So lauten weitere Versprechungen, die die Zielgruppe überzeugen sollen, wenn es um EMS geht.

Neben den positiven Aspekten, gibt es beim EMS-Training aber auch einige Dinge, die man wissen und beachten sollte. Der geringe Zeitaufwand mit angeblich großen Effekten kann dazu führen, dass der Körper schnell „übertrainiert“ wird. Mehr als ein bis maximal zwei EMS-Einheiten sollte man seinem Körper pro Woche nicht zumuten. Ein sehr intensives Muskeltraining kann zu einer erhöhten Ausschüttung der sogenannten Creatin-Kinase (CK) führen. Dieses Enzym kann zum Beispiel bei einem starken Muskelkater vermehrt im Blut nachgewiesen werden. Bei ungewohnten oder intensiven Belastungen erhöht sich meistens der CK-Wert im Blut deutlich. Die Sporthochschule Köln hat in einer Studie herausgefunden, dass die CK-Werte nach EMS-Training um bis zu 18 Mal höher liegen als bei einem konventionellen Fitness-Training.

EMS sollte nicht zu häufig Teil des Fitness Programms sein und auf gar keinen Fall konventionelle sportliche Aktivität ersetzen, raten Experten.

Worauf solltet ihr also achten? Legt wert auch auf geschultes Fachpersonal beim EMS Training, dann ist die sportliche Abwechslung kein Problem für einen gesunden Körper. Was uns natürlich interessiert: Habt ihr EMS schon ausprobiert?

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