Ernährungserhebung am Olympiastützpunkt Rhein/Ruhr
„Die Sportlerernährung ist häufig unzureichend“ sagt Ursula Girreßer, Dipl. Oecotrophologin am Olympiastützpunkt Rhein/Ruhr. Zusammen mit der Fachhochschule Niederrhein hat sie das Ernährungsverhalten von 40 Leistungs- und Freizeitsportlern untersucht. Das Ergebnis zeigt deutlich: Sowohl Leistungs- als auch Freizeitsportler schaffen es nicht, ihren Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen über die Ernährung zu decken.

Nur in Einzelfällen bekamen die Sportler von den 21 untersuchten Mikronährstoffen die Mengen, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, oder erreichten ihren persönlichen Referenzwert, der sich proportional aus dem höheren Kalorienverbrauch bei sportlichem Training ergibt.
Selbst Leistungssportler schienen ihre Ernährung nicht besonders ernst zu nehmen: Zwar waren sie durchschnittlich etwas besser mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt als die Breitensportler, bekamen aber trotzdem von vielen Vitaminen höchstens die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis.
Andere Untersuchungen der Olympiastützpunkte in Frankfurt-Rhein- Main und Stuttgart ergeben ein ähnliches Bild. Die Ernährungserhebungen mit weiteren 69 Sportlern zeigten, dass auch hier die Ernährung der Sportler verschiedenster Disziplinen häufig defizitär war. Offenbar sind viele Sportler mit den Empfehlungen zur gesunden Ernährung in ihrem Alltag überfordert. Wer nebenberuflich zwischen einer Stunde (Breitensportler) und drei Stunden (Leistungssportler) trainiert, für den ist gesunde Ernährung auch ein Zeitfaktor. „In einer solchen Situation empfehlen wir unseren Sportlern, Mikronährstoffe gezielt zu ergänzen. Es gibt heute Mikronährstoffkombinationen, wie Orthomol Sport der Firma Orthomol, die speziell auf die Bedürfnisse von Sportlern zugeschnitten und nachweislich frei von anabolen Substanzen sind“, erklärt Girreßer. „Solche Produkte, sind aber kein Freibrief für eine unausgewogene Ernährung. Eine gesunde Ernährung mit vollwertigen Lebensmitteln sollte in den Tagesablauf der Sportler gehören wie das tägliche Training. Sportler, die das umsetzen stellen nach unseren Beobachtungen schnell fest, wie wichtig die Ernährung für Leistungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Regeneration ist.“